Fischbesatz mit vorgestreckten Zandern 2026

Am 11. Juni 2026 wurden bei geeignetem Wetter (bewölkt und nicht zu warm) vorgestreckte Zander aus dem Waldviertel in der Neuen Donau im Segelhafen besetzt.

Die Mutterfische von 1,5-3kg werden in eigenen Naturteichen mit vielen Futterfischen gehalten. Wenn die Wassertemperatur im Frühjahr (je nach Lage/Ort bzw. Witterung etwa im April) ca. 12 Grad erreicht hat, laichen die Zander auf künstlich eingebrachten Nestern (z.B. Kokosmatten) ab. Kurz vor dem Schlüpfen werden die „Zandermatten“ in eigens dafür vorbereitete Vorstreckteiche eingebracht. In diesen Teichen muss es ausreichend Zooplankton (Anfangs 0,05mm später 1,5mm ) geben, damit die Zanderlarven bzw. Zanderbrut nicht verhungert. Es darf keine Unterbrechung der Nahrungskette geben, weil bei Jungfischen in dieser Größe noch keine Reserven gebildet werden. Das ganze Futter wird nämlich in das Größenwachstum investiert. Wenn die Nahrung im Vorstreckteich weggefressen ist, haben die Zander eine Größe von ungefähr 3-5cm. Ab jetzt brauchen die Jungzander Fischbrut in großen Mengen, um gut abwachsen zu können. Deshalb werden die Fische vorsichtig abgefischt und in andere Teiche umgesetzt (im Herbst sind es dann einsömmrige Zander) oder eben vorgestreckt verkauft. Das eher trübe Wasser im Segelhafen und die zahlreiche Fischbrut bieten den vorgestreckten Zandern hoffentlich gute Überlebens- und Wachstumschancen.

Es wurde auch ein Wasseraustausch durchgeführt, dadurch konnten sich die Zander langsam an das Wasser der Neuen Donau gewöhnen und es gab fast keine Ausfälle.

Auf einem Bild sieht man schon das räuberische Verhalten. Es wird ein fast gleich großer Artgenosse gefressen.

Petri Heil

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